ORTSVERBAND BORKUM
PROGRAMM ZUR
KOMMUNALWAHL 2001
Ein Neuanfang für Borkum
Wir haben die Versäumnisse der Vergangenheit nicht zu verantworten,
aber wir werden dafür sorgen, dass sich die Fehler nicht wiederholen
Ökologie
Wir fordern einen generellen Umweltschutz des inneren Naturhaushaltes auf unserer Insel. Flora und Fauna müssen in einem
Stadium erhalten werden, der unserer Umwelt gerecht wird.
Wir wollen aber keinen Naturschutz, der den Menschen ausgliedert.
Natur und Mensch gehören zusammen !!
Wir unterstützen den Einsatz der Windkraft als umweltfreundlichen Energielieferanten und fordern eine Borkumer Beteiligung am
Offshore-Bereich vor der Insel Borkum. Dazu bedarf es keiner eigenständigen grünen Bewegung.
Umweltschutz ohne Tierschutz ist halbherzig. Deshalb fordern wir mehr finanzielle Unterstützung für das Borkumer Tierheim.
Besuchen Sie bitte auch die Internetseite des borkumer Tierheims: www.tierheim-borkum.de
Eine intelligente Stadtplanung verhindert Bausünden. Kompromissbereitschaft in den Verhandlungen um die Wilhelmshöhe löst
Probleme.
Die Entwicklung einer Stadt kann nicht von Tagesereignissen diktiert werden.
Wir fordern eine zielorientierte Stadtentwicklung , kurz- , mittel- und langfristig, die unsere Randzonen integriert.
Wirtschaft und Tourismus
Wir fordern einen Verzicht auf die Gewerbesteuer und setzen uns für die Förderung und Ansiedlung junger Borkumer
Unternehmen ein.
Tourismus und Fremdenverkehr wollen wir auf moderne Füsse stellen.
Dazu fordern wir mehr Eigenständigkeit und Kompetenz der Kurverwaltung.
Es sind neue Wege gefragt.
Wir sagen ja zu einem modernen Erlebnisbad.
Wir sagen ja zu einem Golfplatz.
Wir sagen ja zu einem Marina-Projekt am Burkana-Hafen.
Wir stellen die Sperrstunde der Gastronomie zur Diskussion.
Dazu brauchen wir innovative Strukturen und neue Überlegungen, inwieweit eine Kurabgabe noch zeitgemäß ist.
Ein Wochenmarkt mit Beteiligung Borkumer Kaufleute gehört in die Stadt – z.B. „Am langen Wasser“
Haushalt und Finanzen
Wir stehen für eine transparente Ratspolitik.
Eine Informationsvermittlung von Ratssitzungen über das Borkum-TV bringt mehr Bürgernähe. Die bisherige Politik eines
scheinbar ausgeglichenen Haushaltes ohne Zukunftsorientierung ist in Wirklichkeit durch exzessive Ausgabenpolitik der
Vergangenheit belastet.
Deshalb stehen wir für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Steuergeldern unserer Bürger.
Wir fordern eine sorgfältige Haushaltsplanung und eine schrittweise Privatisierung.
Es muss ohne Tabu geprüft werden, welche Teile der Verwaltung kostengünstiger und bürgerfreundlicher als privatwirtschaftliche
Betriebe weitergeführt werden können.
Warum benötigt die Stadt Borkum eine eigene Immobilien GmbH ?
Sämtliche kommunalen Immobilien müssen auf den Prüfstand.
Bisher nicht voll ausgeschöpfte oder erkannte Nutzungsmöglichkeiten müssen realisiert werden; die Bewirtschaftung gehört –
soweit wie möglich – in professionelle Hände der Privatwirtschaft .
Dadurch müssen weitere finanzielle Reserven für die Stadt erschlossen werden.
Es muss ernsthaft überprüft werden, inwieweit die Stadt sich von „nicht betriebsnotwendigen“ defizitären Immobilien durch
Verkauf trennen kann.
Die Erlöse können zur dringend notwendigen erforderlichen Verbesserung des vorhandenen Immobilienbestandes und zum Erwerb von
Bau- und Gewerbeflächen eingesetzt werden.
Verkehr
Borkum benötigt eine zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur.
Eine autofreie Insel wäre schön – ist jedoch unrealistisch.
Um den fahrenden Verkehr besser zu organisieren und für uns und unsere Kinder sicherer zu machen, fordert die Borkumer FDP
eine Expertenkommission zur Überprüfung des Ist-Zustandes und der Entwicklung mittel- und langfristiger Lösungen,
insbesondere zur Schaffung verkehrsberuhigter Zonen auf der ganzen Insel.
Ein Großparkplatz für Gäste außerhalb der Stadt und ein abendlicher öffentlicher Verkehr durch Bus, Bahn, Taxi und Pferdekraft
könnten ein Beitrag dazu sein.
Die zur Zeit praktizierten Sonderregelungen für den innerstädtischen Verkehr gehören auf den Prüfstand.
Bildung, Kultur und Sport
Bildung ist Zukunftsvorsorge.
Jedes Kind zwischen drei und sechs Jahren muss einen Kindergartenplatz nach den Erfordernissen der Eltern erhalten und
berufstätigen Müttern und Vätern dies in einem erträglichen finanziellen Rahmen gewährleisten.
Die FDP sieht das Land in der Pflicht, den Kindergartenplatz finanziell zu sichern. Wir fordern eine Verbesserung der
schulischen Ausbildung für unsere Borkumer Kinder – Zukunftschancen ohne Bildung gibt es nicht.
· sichere Schulwege
· wir fordern vom Land ausreichen Lehrer
· Senkung der Ausfallstunden
· Frühzeitiger Beginn der Fremdsprachenausbildung
· Ausstattung der Schulen mit Computern und Internet-Zugängen
Die Borkumer FDP fordert, allen Schülern der Insel einen Internet-Anschluss zu ermöglichen. Jeder Schüler soll eine
e-mail-Adresse bekommen (z.B. Dein.Name@borkum.de)
Wir fordern mehr Freizeitangebote für unsere Jugendlichen in der Stadt.
Zudem sollte ein Jugendgemeinderat eingerichtet werden, um jungen Borkumern mehr Mitspracherecht zu geben, denn Stadträte
sind keine Ältestenräte.
Eine verstärkte finanzielle Förderung der inselspezifischen Kultur- und Heimatvereine sowie der Sportvereinigungen der
Borkumer Jugend ist für uns gelebte Sozialpolitik.
Die Integration ausländischer Mitbürger durch gezielte sprachliche und berufliche Förderung und die Toleranz gegenüber
anderen Kulturen ist für uns Liberale selbstverständlich.
Gesundheit
Der Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Borkumer und der Gäste der Insel kommt eine besondere Bedeutung zu.
Wir sind gegen zusätzliche finanzielle Belastungen der Familien durch Facharztbesuche am Festland. Deshalb unterstützen wir
das Projekt von Tagesarztpraxen (Augenarzt, HNO-Arzt, Orthopädie).
Das Borkumer Krankenhaus muss mehr sein als eine erweiterte Praxis mit Belegbetten.
Wir fordern eine qualifizierte Röntgendiagnostik auch am Wochenende.
Wir sind für einen engen Dialog zwischen Stadt und Reha-Kliniken, da diese zu den größten Wirtschaftsfaktoren zählen.
Wir wollen nicht erst bis zur nächsten Krise in der Reha warten !
Die Gesellschaft wir immer älter.
Wir stehen für ein Zusammenleben von Jung und Alt.
Deshalb fordern wir eine bessere Betreuung unserer Senioren und eine Optimierung der häuslichen Krankenpflege.